- Land: Austria
- Region: Niederösterreich
- Stadt: St. Pölten
Ein Polizist im Mostviertel (Niederösterreich) nahm wiederholt Temposünder ins Visier und stellte ihnen Organmandate aus – obwohl in den Fällen eigentlich Anzeigen hätten erfolgen müssen.
Sein Motiv: Er wollte sich lästige Schreibarbeit ersparen.
Am Landesgericht St. Pölten wurde einem 53‑jährigen Polizisten Amtsmissbrauch vorgeworfen: Er soll im Jahr 2024 bei Verkehrskontrollen im Mostviertel in mindestens zehn Fällen falsche Organmandate ausgestellt haben.
Laut Anklage setzte er statt der vorgeschriebenen Anzeigen wegen erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen ersatzweise Organmandate ein, um sich die dazu notwendigen Schreibarbeiten zu ersparen. Teilweise stellte er für einen einzigen Vorfall mehrere Strafzettel aus und erfand sogar Verstöße wie Missachtung des Rechtsfahrgebots oder zu geringen Abstand, die nicht stattgefunden hatten.
Zehn betroffene Fahrzeuglenker konnten identifiziert werden; wie oft insgesamt manipuliert wurde, sei unklar, so die Staatsanwältin.
Dem Angeklagten werde zudem vorgeworfen, unter Druck seines Vorgesetzten gehandelt zu haben — offenbar existierte ein internes Punktesystem für ausgestellte Organmandate. Der Beamte gestand und entschuldigte sich; sein Verteidiger Nikolaus Rast verwies auf 27 Jahre unbescholtene Dienstzeit.
Eine persönliche Bereicherung liege nicht vor, alle Einnahmen seien abgeführt worden.
Das Gericht verhängte eine bedingte Haftstrafe von zehn Monaten, das Urteil ist rechtskräftig.
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